Korsika Tag 2 Bergtourtag 1

Die Wetteraussichten sahen gestern schon nicht gut aus und so hatten wir uns entschlossen, den Zug nicht schon um 9, sondern erst gegen 15 Uhr zu nehmen.

Es ist alles nicht so einfach mit der Technik. Um die Berichte über tempexit.de halbwegs vernünftig lesbar verfügbar machen zu können, muss ich (leider) einige html-Tags einfügen. So für Fettschrift, Überschrift, Zeilenumbruch etc.
Diese html-Tags habe ich mir schlauerweise in einer Zwischenablage gespeichert.. Das doofe ist – und das habe ich leider jetzt erst unterwegs bemerkt -, daß die Smartphone-Tastaturen – egal welcher Art – nach dem ersten Einsatz dieser Zwischenablage versagen und einfach keine(!) Eingabe mehr an den Texteditor wieder geben 🙁 Naja, das nur nebenher.
Also nicht wundern, dass der Text jetzt keine Umbrüche etc. mehr hat.. ich bin es leid, (zumindest jetzt unterwegs) nach einer Lösung zu suchen. Vielleicht kommt der ein oder andere ja auch so klar (ich würde es nicht, das geb ich zu ;)).

Also mal weiter mit dem eigentlichen Bericht von unserer Tour.
Der etwas modernere, aber wahrlich nicht leisere Zug als damals, brachte uns im Shiitwetter nach Corte. Vizzavona hatten wir wegen Schnee als Startpunkt gestrichen.
Es war eine mittelmäßig schöne Zugfahrt, da die Scheiben ziemlich beschlagen waren und wir dadurch kaum nach draußen sehen konnten bzw. die vorbeiziehende Landschaft nur verschwommen wahrnehmen 🙁
In Corte angekommen, regnete es noch immer. Vor lauter Frust (okeee, das ist jetzt eine kleine Ausrede ;)) kauften wir uns im Supermarkt am Bahnhof Bier für die kommende abendliche Tour 😉 Wir hatten nämlich beschlossen einfach mal los zu laufen. Bevor wir nass auf einer nassen Campe das Zelt aufbauen, können wir genauso nass einfach noch bissle durch die Gegend laufen und das Zelt etwas später im nassen aufbauen 😉

Also liefen wir den kürzesten Weg durch Corte zum Startpunkt des Wanderweges in Richtung Sega-Hütte.

Oberhalb des Flüsschens Tavignano führt der Weg den Hang entlang. Mit moderater Steigung und immer wieder schönen Ausblicken auf das Tal und zurück in Richtung Corte.
Der Niederschlag bleibt uns erhalten – der Abwechslung halber in Form von Nieselregen bis Schauer.. Wir versuchen unsere Schuhe vor den heftigsten Wassereinbrüchen zu bewahren, indem wir von Stein zu Stein hüpfen – der Weg ist nämlich selten von einem Bächlein zu unterscheiden 🙁
Spaßig ist es trotzdem, haben wir doch noch voller Vorfreude unsere Biere in der Hand. Noch.. Denn ein glatter Fels, ein kurzer Ausrutscher und der spackige Versuch mich aufrecht zu halten erfordert blitzschnelles Handeln:
Meine Hand lässt in einer Aufwärtsbewegung die Bierdose los und stützt mich netterweise an einer rechts stehenden Felswand ab – puh, Glück gehabt 🙂

..Und die Dose? Die fliegt in hohem Bogen auf harten Stein, platzt mit dumpfem Knall auf und versprüht mit erfrischend zischendem Geräusch in Sekunden das wertvolle Kaltgetränk in die verregnete Macchia. Das Geheule war groß. Aber vielleicht sollte das einfach EIN ZEICHEN sein 😉

Etwas später überqueren wir bei einsetzender Dämmerung den Tavignano und entschließen uns bei nächster Gelegenheit einen Biwakplatz zu suchen. Denn die Hütte ist noch zu weit und wir wollen nicht bei Dunkelheit und Regen auf schmalem Pfad an steilem Hang durch Wald und Macchia ziehen.


Unter einem etwas überhängenden Fels findet zumindest unser Gepäck während des Zeltaufbaus Platz. Und auch der Kocher. Huhn in Curryrahm mit Reis steht auf der Karte. Es ist lecker und schnell aufgegessen und wir legen uns mit gut gefüllten warmen Bäuchen schlafen. Die ganze Nacht hindurch schiffts gemütlich vor sich hin. Unglaublich!